Aha!?!

AHA, so ist das!
AHA, das leuchtet ein!

Die AHA-Seite gibt Raum für überraschende Erkenntnisse, Geistesblitze, Einfälle
(wie Verszeilen, Geschichten, Ereignisse, einleuchtende und mutige Stellungnahmen…),
die du als Leser unserer Webseite oder als Teilnehmender
in der Dialog-Runde ‚Expedition – Dialog & Stille‘
mitteilen und in Dialog kommen möchtest.

Die geäußerte Vielstimmigkeit
lässt sich bspw. thematisch bündeln, wie folgt:

AHA, was sagt dir denn die Corona-Virus-Zeit?
Spricht der Virus mit dir? Sprichst du mit ihm?
Weiter unten findest du als Anregung einen Brief vom Virus.

 Aha, was geschieht überraschend in deinen Beziehungen in dieser Zeit?
Aha, du möchtest davon etwas mitteilen und
dich mit Anderen austauschen?

AHA, dich interessiert ein spezielles Thema für die Dialog-Runde?
Und du möchtest hier auf dieser Seite den Anfang machen es dialogisch auszuloten? 

AHA, du möchtest als Dialog-Moderator mitwirken?

Kontaktiere uns hier: office@schnittpunkt.org

AHA, du möchtest Kenntnis gewinnen über Manches,
was sich bereits zugetragen hat?

Hier findest du einen Überblick:

März 2020: Ein Brief vom Virus an uns Menschen

Zum folgenden Brief vom Virus bist du angeregt
d e i n e n  Geistesblitz/ Berührtheit/ Zustimmung/ Erweiterung mitzuteilen.

‚Brief vom Virus/ Lettera dal Virus‘

(Originaltext: Darinka Montico;
übersetzt aus dem Italienischen)

Bleibt stehen.
Ganz einfach.
Halt. Stopp.
Bewegt euch nicht.

 Es ist keine Bitte mehr.
Es ist ein Muss.
Ich bin hier um euch zu helfen.
Die Gleise dieser Achterbahn sind ausgeschöpft.
Es reicht.

Flugzeuge, Züge, Schulen, Einkaufszentren, Treffen.
Wir haben den schnelllebigen Illusions- und Pflichten-Strudel zerstört,
die euch davon abgehalten haben zum Himmel zu schauen, die Sterne zu beobachten,
dem Meeresrauschen zu lauschen,
euch vom Zirpen der Vogel verzaubern zu lassen,
im Wald spazieren zu gehen,
einen Apfel vom Baum zu pflücken, im Wald ein Tier anzulächeln,
auf den gesunden Menschenverstand zu hören. 

 Wir mussten dies abbrechen.
Ihr könnt euch nicht wie Gott aufführen.
Unsere Pflicht ist gegenseitig, so wie es immer gewesen ist.
Auch, wenn ihr es vergessen habt.

Wir werden diese Ansteckung unterbrechen –
die unaufhörliche, verzerrte Ansteckung der Zerstückelung und Ablenkungen –
um euch diese Botschaft zu übermitteln. 

Es geht uns nicht gut. Niemandem von uns. Wir alle leiden.
Die Feuerstürme, die die Lungen der Erde letztes Jahr verbrannt haben,
haben euch nicht gestoppt.
Noch das Eis, das schmilzt. Noch unsere Städte, die sinken.
Noch das Bewusstsein die einzigen Verantwortlichen
der Auslöschung der Massen zu sein.
Ihr habt mir nicht zugehört. 

Es ist schwierig zuzuhören, wenn man so beschäftigt ist mit Kämpfen
immer weiter hochzuklett
ern auf das Gerüst der Bequemlichkeiten,
die ihr euch gebaut habt.
Das Fundament ist dabei einzubrechen.
Es bricht wegen des Gewichts eurer fiktiven Wünsche.
Ich werde euch helfen.

Ich werde die Feuerstürme in eure Körper bringen.
Ich werde eure Lungen überfluten.
Ich werde euch isolieren,
so wie ein Eisbär auf einem abdriftenden Eisberg.
Hört ihr mir jetzt zu? 

Es geht uns nicht gut. Ich bin kein Feind.
Ich bin lediglich ein Bote der Nachricht.
Ich bin ein Verbündeter.
Ich bin die Kraft, die wieder Gleichgewicht bringen wird.
Jetzt müsst ihr mir zuhöre.
Ich schreie ihr sollt stehenbleiben. 

Bleibt stehen. Schweigt. Hört zu.
Jetzt richtet die Augen auf den Himmel. Wie geht es ihm?
Es gibt keine Flugzeuge mehr.
Wie viel braucht es um gesund zu sein
um den Sauerstoff zu genießen, den ihr einatmet?
Schaut auf den Ozean. Wie geht es ihm?
Schaut auf die Blumen. Wie geht es ihnen?
Schaut auf die Erde. Wie geht es ihr?
Schaut auf euch selbst. Wie geht es euch?
Man kann nicht gesund sein in einem kranken Ecosystem.
Bleibt stehen.

 Viele haben jetzt Angst.
Verteufelt eure Angst nicht.
Lasst sie euch nicht dominieren.
Lasst sie zu euch sprechen.
Hört auf ihre Weisheit.
Lernt mit euren Augen zu lachen. 

 Ich werde euch helfen.
Wenn ihr mir zuhört.

Januar 2020: ‚Expedition – Dialog & Stille‘

Als Schritt zu einer neuen Beziehungskultur,
kamen wir im Januar im Cafe Gollier zusammen und wir erlebten
und nährten uns an lebendiger Gegenseitigkeit. Wir haben erfahren, dass es sich lohnt, anstrengende Etappen zu durchschreiten –
wobei die Stille hier die wichtigste Rolle gespielt hat.

Dezember 2019: ‚Expedition – Dialog & Stille‘

Der Dialog ermöglicht uns das Erblühen der uns verloren gegangenen Kraft ‚Partizipierenden Denkens‘, das sich aus der Stille schöpft,
die niemandes Besitz ist.

November 2019: ‚Expedition – Dialog & Stille‘

Der Abend im November ließ uns Vielfalt erleben:
Mexiko, Iran, Afrika und Europa bereicherten einander.
Der Königsweg der Kommunikation – der Dialog – eröffnete uns vielfältige Perspektiven,
was noch getan sein will, damit ein Menschen-Land entsteht.

Oktober 2019: ‚Expedition – Dialog & Stille‘

Der Abend im Oktober zeigte erneut die Qualität des Dialogs
als Instrument zur Erkundung großer Fragezeichen.
Zum Beispiel bewegte uns die Frage:
Wie das Leben hinbekommen, sprich, erfolgreich sein?
Und mündete in vielschichtige Erkenntnisse – wie:
Die Sackgasse als widerwärtige Erfahrung fordert neue Perspektiven.
Und: Ist es nicht auch erleichternd, wenn es kein Weitergehen gibt?

Juni 2019: ‚Expedition – Dialog & Stille‘

Am 27. 6. 2020 ereignete sich die 18. Etappe unseres Projekts: ‚Expedition – Dialog & Stille‘.
Eine Runde mit 8 wunderbaren Teilnehmenden – erstmals war Afrika vertreten –
bunt und leuchtend.

In der Schlussrunde kamen folgende Aussagen:
„gut erlebt; berührt worden; es ist eine Wohltat in einer Runde sich zu äußern, in der nicht beurteilt wird; wie wichtig, dass sich das sich sooo wichtig nehmende Ich mit seinem meist an Macht orientierten Programmen, Macht über mich verlieren kann – durch tiefe Bewusstwerdung
der oft quälenden Selbst-Behauptung, getrieben durch Angst.“

Zu erfahren, wie das viele Machen uns alle bestimmt und meist völlig gewohnheitsmäßig Alleinherrschaft beansprucht, war nicht nur erhellend, vielmehr als Teil des ’stillschweigenden Wissens‘ (Menschheitsspeicher an Erfahrung, Erinnerung, Gefühlen, biochemischen Reaktionen …) gewürdigt.
So sind wir programmiert – so ticken wir.
Jedoch die Bewusstwerdung dessen führt in Stille,
die dem Anderssein / dem Anderen Raum gibt.

DAS STIFTET VERBUNDENHEIT und bewirkt, dass das 6 Buchstaben umfassende Wort DIALOG sich manifestiert als ein sich ereignender Sinnfluss, in dem das Ich lernt, dass seine Neigung sich zu verabsolutieren verhindert, an der Unermesslichkeit des Lebens als Ganzes teilzuhaben.

Diese beseligende Teilhabe ist n i e Besitz, ist ein ständig sich kreierender Vorgang, den wir Sinnfluss / Leben nennen und in dem wir s i n d, was wir s i n d: In Verbundenheit ein Ganzes.
Alleingang ist letztendlich immer tödlich.

Abschließend ein Zitat aus ‚Was genau war früher besser?‘
(Michel Serres; jüngst verstorbener Ge– und Verehrter der Französischen Akademie):

„Die Ich-Giganten gehen an der beachtlichen Größe ihres imaginären Penis zugrunde. Sie die Dinosaurier… Zur Hölle mit dem Glanz, der Macht, dem Ruhm, zur Hölle mit dieser ganzen Geschichte. Tod der Konkurrenz. Tod dem Tod.“

Es drängt dich deine Erfahrungen, Geistesblitze … mitzuteilen?

Dann kontaktiere uns per Email: office@schnittpunkt.org